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Familie Hesselbach: re-issue ist das Ergebnis des Projektes »Gestaltungs potentiale im Pop: zwischen Produktion und Verwertung« und wurde realisiert an der Merz Akademie, Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien, Stuttgart: ein Versuch, einzuschätzen, was Pop heute sein könnte, indem man eine Vorstellung von seiner Geschichte gewinnt. Mit Blick auf pophistorische, medienarchäologische und designgeschichtliche Aspekte recherchierte die Projektgruppe um den Dozenten Hans-Jürgen Hafner Szenezusammenhänge, Protagonisten und Veröffentlichungen aus den 1980er Jahren. Als ein Ergebnis werden hier exemplarisch drei Songs der damals legendären Tübinger Formation Familie Hesselbach, pendelnd zwischen rhythmisch gestrafftem Punk und der Emphase der Neuen Deutschen Welle, wieder veröffentlicht. Ohne aufwendige digitale Ton- und Bildbearbeitung, dafür mit eigenhändig gedrucktem Cover und Faltblatt sowie handgestempelten Labels, knüpft die 7''–Vinyl-Single nahtlos an die DIY-Mentalität der Musikszene der 1980er Jahre an. Familie Hesselbach: re-issue analysiert so das kulturelle Phänomen der aktuell im Musikbereich verstärkt zu verzeichnenden Praxis des Wiederveröffentlichens, deren Produkt sie zugleich ist. Vom Format her in Zeiten weitgehender Digitalisierung von Musik hoffnungslos anachronistisch, ist die Publikation ein Statement zum Zusammenhang von Kultur und Medialität. Dieser wird gegenwärtig besonders deutlich, da an spezifische Einzelmedien gekoppelte Vermittlungs- und Rezeptionsweisen fast durchgängig vor dem Kollaps zu stehen scheinen.
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